
Das Märchen von der Arthrose
Es ist immer noch das Märchen weit verbreitet, das Arthrose immer Schmerzen macht und durch zu großer Belastung entsteht, das Übergewicht auf die Knochenanteile drückt und dass geschädigter Knorpel nie reparabel und unwiederbringlich zerstört ist.
Was ist aber die Realität?
- Es gibt viele Menschen, die haben arthrotische Zustände aber keine Schmerzen. (Erklärt durch das Modell des Bindegewebes.)
- Knochen- und Knorpelstrukturen wachsen und bauen sich durch starke Druck- und Zugbelastungen eher auf! Da, wo Muskulatur am Knochen ansetzt, wächst er und ist lokal am kräftigsten. Knorpel, der Druck und Zug erfährt, wird am besten ernährt. Bitte sei dir dessen bewusst!
Wenn man Knochen als stabilste Form von Gewebe im Körperbindegewebe eingebettet betrachtet, dann kann man sich vorstellen, dass er bei starker Beanspruchung verdichtet und stabiler wird, weil Druck und Zugkräfte ausgeglichen und geleitet werden müssen. Unser Körper und die Faszien haben die wunderbare Gabe, sich Belastungen anzupassen. Der Körper reagiert mit Gewebewachstum. - Ist das Bindegewebe aber in einem eher schlechten und „übersäuerten“ Zustand, weil zu wenig Auslastung, bauen sich stabile Faszienfasern zu weicheren Bindegewebsstrukturen um und Knochen und Knorpel verdichten nicht und werden trocken. Knorpel wird als Abstandshalter und Puffer eher spröde und wird im System Mensch eher abgebaut. Zusätzlich erklären Fachleute die Degeneration der knöchernen Anteile durch einen Mineralmangel (weit verbreitet durch die zivilisierte Ernährungsweise) in der Mehrheit der Bevölkerung.
Hast du arthrotische Veränderungen in deinem Knie, überprüfe:
Wie beweglich sind deine Knie? (Festigkeiten verursachen Schmerzen!)
Wie bewegt bist du deinen Körper insgesamt? Wieviel rennst du, springst du, tanzt du, wie oft sitzt du auf dem Fußboden?
Wieviel rohes Obst und Gemüse und wieviel gutes Wasser nimmst du zu dir? (Fehlen Mineralien, zieht der Körper diese aus seinen Depots (Knochen, Zähne, Haare etc. Die Folge ist Knochenabbau, da nicht genügend Knochenzellen in regelmäßigen Erneuerungsprozessen aufgebaut werden können.)
Viele Schmerzen kommen vor Allem aus dem verklebten, verhärteten und mit dem Knochen verbundenem Unterhautgewebe. Oft sind es punktuelle, stecknadelkopfgroße Verhärtungen, die eine Funktionseinschränkung bis Steifheit am Knie bedingen und gut manuel und/ oder durch gezielte Bewegungen bis an das Bewegungsende im Gelenk behandelbar sind.



