
Unser Kniegelenk
Betrachten wir unser Kniegelenk in den derzeitigen anatomischen Atlanten, sehen wir einen Oberschenkelknochen, zwei Unterschenkelknochen (Schienbein und Wadenbein), die Kniescheibe, Innen- und Außenmeniskus. Manchmal werden auch Bänderstrukturen, wie das kleine Kreuzband und die Sehnenübergänge von Oberschenkelmuskel und z.B. Wadenmuskulatur (die in der Kniekehle entspringen), dargestellt. So erklären sich dem Betrachter scheinbar ganz logisch die Funktion des Beugens und Streckens in diesem Gelenk- und mechanisch verursachte Schmerzzustände und Bewegungseinschränkungen bei Verletzungen der Bänder und Menisken.
Leider vergessen wir bei dieser mechanischen Betrachtung, dass auch unser Knie dem System Körper angehört und in seiner Funktionalität eine Einheit mit dem Gesamtsystem mit bildet und noch viel mehr Gewebe dazugehört. Schauen wir uns ein Kniegelenk nicht gezeichnet, sondern fotografiert z.B. live am Körperspender an, bekommen Schädigungen an knorpeligen Strukturen weniger Gewicht bzgl. Verletzungen. Denn auch das Kniegelenk ist faszial so ummantelt und eng umschlungen, ausgefüllt, gestützt und von meterlangen Fasern geführt, dass ein Kreuzbandriss keinerlei Stabilitätsverlust verursachen kann! Ein Knie wird kompakt von allen Seiten im Innen und Außen gehalten! Nach dem Modell der Fasziendistorsionen nach Typaldos scheint ein Stabilitätsverlust eine Veränderung im Sinne einer Verdrehung einer Längsfaser des Fasziensystems zu sein. Diese kann man wieder zurückverdrehen und das Knie ist stabiler.
Auch ein Schaden am Meniskus muss keine Beschwerden hervorrufen, geschweige denn in den wenigsten Fällen operiert werden. In meinen Erfahrungen als Behandlerin derartiger Beschwerden nach dem Fasziendistorsionsmodell, sind angebliche meniskusverursachte Beschwerden mit wenigen Handgriffen in einer Behandlung gut zu beseitigen. Stellt sich mir also die Frage: Was verursacht diesen Schmerz, wenn der Meniskusriss dann schmerzfrei ist???
Die Antwort: Es ist einfach nur eine Veränderung im umliegenden Gewebe um den Knorpel herum. IM BINDEGEWEBE.
Denn betrachten wir unseren Körper nach dem Modell des Bindegewebes, dann bekommt insgesamt das Thema Schmerz eine andere Bedeutung. Denn alle Schmerzfasern liegen nicht direkt an Knochen oder Knorpel, sondern sie liegen frei im Bindegewebe.
Es ist also an der Zeit, dass wir umdenken. Unsere Vorstellungen von Kniebehandlung und Knieheilung öffnen und erweitern.
Hast auch du derzeit Knieschmerzen, eine Kniearthrose Diagnose, oder kannst deinen Lieblingssport im Moment wegen zu starker Kniebeschwerden nicht mehr ausüben- gibt es eine gute Nachricht: Du kannst dir selbst helfen und deinen inneren Heiler/in aktivieren! Eine Arthrose ist kein Endzustand. Auch ohne OP nicht. Der Körper ist mit Willen und Übung formbar und Schmerzen sind immer selbst heilbar. In meinen Coachings zeige ich dir WIE.
